Das ist unser Job, #Piraten!

In diesen Tagen würde ich mir oft gern die Bettdecke über den Kopf ziehen und vergessen in was für einer Welt ich lebe. Einer Welt in der wir flächendeckend von Geheimdiensten überwacht werden, in der aber auch jeder Dorfpolizist meine Vorratsdaten abfragen kann. Das ist wirklich schwer zu ertragen.

Insofern wundert mich nicht, dass so viele Menschen einfach ausblenden was passiert. Dass sie den schönen Lügen glauben, die sagen das geschehe alles zu ihrer Sicherheit. Dass sie sagen, dass es ihnen egal ist, wenn ihre Daten mitgelesen werden.

Die Welt ist oftmals unüberschaubar geworden. Wer kann schon genau erfassen, wie vor ein paar Jahren eine Immobilienblase in den USA dazu führen konnte, dass in Deutschland hundertausende Menschen in Kurzarbeit gehen mussten oder ganz ihre Jobs verloren.

Oder wer weiß genau, wie das mit dem Rettungsschirm ist? Warum gehen denn die Griechen immer noch auf die Straße, wenn wir doch angeblich viele Millionen Euro in ihr Land pumpen?

Mit den Überwachungsprogrammen ‚PRISM‘ und ‚Tempora‘ ist es genauso. Wie werde ich überwacht? Welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat die Überwachung für mich? Oft scheitert es vielleicht schon an den Grundlagen der Funktionsweise des Internets. Wer macht sich schon Gedanken woher die Daten kommen, die wir auf dem Bildschirm sehen und wohin die Daten, die wir versenden geschickt werden.

Momentan beobachten wir eine völlige entpolitisierung vieler Menschen. Sie wollen nicht mehr darüber nachdenken was passiert. Sie wollen nicht damit behelligt werden. Sie ziehen sich die Decke über den Kopf. Es ist ein bisschen wie im Biedermeier: Eine Flucht ins Private. Nur dass das Private heute nicht mehr privat ist.

Bleibt für uns nur: Ausklärung. Verständlich erklären, was grade passiert. Außerdem: Klarmachen wie man sich schützen kann. Nur wer versteht kann sich wehren und steht nicht mehr hilflos wie ein Kaninchen vor der Schlange. Das ist unser Job, Piraten!

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