Wir müssen noch viel verändern….

Kürzlich auf der Familienfeier:

Onkel: „Ja Maja, was machst du jetzt genau bei den Piraten?“

Maja: „Ich bin Beisitzer im Landesvorstand!“

Onkel: „Und verdient man da Geld?“

Maja: „Nein, wir machen das ehrenamtlich.“

Onkel: „Okay, und was hast du da für Aufstiegschancen in der Partei?“

Das ist so schön bezeichnend, dass Menschen uns Piraten nicht verstehen.

Keine Bezahlung für die Arbeit? Dann kann es ja nichts großes sein… dann kann es ja nichts sein, bei dem man irgendeine ‚wichtige Position‘ inne hat. Obwohl ich mich natürlich selbst auch nicht als wichtig sehe.

Aber das ist dieses tolle Bild, das leider von Arbeit vorherrscht. Was kein Geld bringt, ist nicht wichtig. Mein Dad liegt mir ständig in den Ohren, dass ich doch schauen soll, dass ich mit meiner Arbeit für die Piraten auch Geld verdiene. Dabei mache ich diese ganze Arbeit doch nicht, weil ich damit reich werden will, da bin ich bei den Piraten eindeutig an der falschen Stelle. Und nein, ich fange jetzt keine Diskussion über bezahlte Vorstände an. Reden wir lieber über das BGE. Wenn es das gäbe, bräuchte ich meine Erwerbsarbeit nicht, mit der ich mein Geld verdiene.

Ja, ich gebe sogar ziemlich viel Geld für die Piraten aus, für Reisekosten, weil ich mir besseres technisches Equipment kaufe, dass mir die Arbeit erleichtert, etc.

Aber darum gehts mir doch auch garnicht.

Wir sind nicht Piraten, weil wir uns Geld erhoffen. Oder Status. Wir sind Piraten, weil wir an die Demokratie glauben und diese verteidigen wollen. Weil wir mitreden wollen. Weil wir uns mündige Bürger wünschen, die mitreden wollen – und können. Weil wir nicht in einem Staat leben wollen, der uns überwacht und drangsaliert.

Also so geht es zumindest mir.

Ich glaube es wird Zeit, dass wir mal das Politik- und Parteienverständnis durcheinander bringen. Auch als Fraktion im Bundestag. Und ich glaube durchaus nicht, dass unsere Chancen so schlecht stehen. Wir schaffen das, wenn wir an uns selber glauben und an unsere piratigen Ideen.

Wir das Gespräch weiter ging?

Maja: „Naja, wenn man das unbedingt vergleichen will, gibt es da nicht mehr viele Aufstiegschancen“

Onkel: „Aber du verdienst kein Geld damit?“

Maja: „Nein… “ (resignierter Blick)

Ja, wir müssen noch viel verändern…. aber wir schaffen das!

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Eine Antwort zu Wir müssen noch viel verändern….

  1. Jan Richter schreibt:

    Das sind Sachen die gehen mir auch nicht in den Kopf rein,
    die mengen an Zeit die ich bei der Örtlichen Feuerwehr verbringe, die sind akzeptiert.
    Das wird einem mit wow toll das Du sowas machst gedankt. Einsatz bei den Piraten wird wenn dann höchstens belächelt.
    Meistens eher erntet man Belustigung: Du weißt schon das die XYZ dich dafür bezahlen würde? Warum tust Du dir dann das an und arbeitest da? es nützt Dir doch ganz und gar nichts?

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